Montag, 28. Mai 2007
Sie haben den Artikel von Herz als hilfreich und engagiert wahrgenommen... ich lese in Ihren Posts bereits einige weiterführende Gedanken, wie Sie die Handlungsvorschläge ganz konkret in Ihrer Praxis umsetzen würden. In einem Post von mieg habe ich folgendes gelesen: „Der Bereich "Nachhaltige Zukunft" scheint so riesig, dass man das Gefühl hat, kaum etwas beeinflussen zu können. Deshalb tut es gut zu wissen, dass auch ein langer Weg mit einem kleinen Schritt beginnt. Ich muss nicht alles auf ein Mal verändern wollen“ – ich stimme Ihnen zu. Nachhaltigkeit in Ihrer Schul- und Vorbereitungspraxis kann vielleicht Schritt für Schritt angegangen werden, so, dass Sie irgendwann nicht mehr darüber nachdenken, wie Sie den Nachhaltigkeitsgedanken in Ihrer Vorbereitung einbauen könnten, sondern dass die Nachhaltigkeit ganz selbstverständlich ein Bestandteil – oder sogar das tragende Element - Ihrer Arbeit ist. Herz gibt uns dazu zahlreiche herausfordernde Ideen und Gestaltungsvorschläge.
Sie haben gut an Hand konkret gewählter Beispiele – Schokolade, Tee, Orangensaft.. – die Vernetzungen, die mit unseren Konsumgewohnheiten verwoben sind, aufgezeigt. Hinter all unseren Produkten steckt eine Geschichte, die wieder mit anderen Geschichten verwoben ist... ich habe in einem anderen Blog über folgende Studie gelesen: die Tatsache, dass man 7 Menschen auf dieser Welt kennt, bedeutet, dass man damit mit allen Menschen dieser Welt auf eine gewisse Weise vernetzt ist.. nun, ob dem tatsächlich so ist, soll offen bleiben; jedoch zeigt dieses Beispiel auf, dass die Folgen unseres Handelns und Verhaltens indirekt einen unendlich grossen Kreis spannen – und damit eine gewisse Verantwortung verbunden ist.
Den „Schokolade“-Auftrag von vergangenem Montag haben Sie gut gelöst. Ihre Notizen dazu zeigen, dass Sie vom Vortrag von Frau Künzli profitieren konnten.
Freundliche Grüsse, Michael Zahner
Donnerstag, 24. Mai 2007
Wer will kann wollen
Der Text gib einige Ideen, wie ein solcher Unterricht aussehen könnte und wie man nachhaltige Entwicklung einbauen kann. Mir hat zum Beispiel die Idee gefallen in Kaufhäusern die öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen oder auch die Idee die eigene Schule unter die Lupe zu nehmen. Ich finde es wichtig, dass solche Themen im Unterricht behandlet werden. Die Kinder sollen "den rechten Gebrauch der Kenntnisse" vermittelt bekommen.

Wichtig finde ich folgende Aussage: "Auch der Weg von 100 000 Menschen beginnt mit einem ersten Schritt". Das bedeutet, dass ich in meinem Unterricht klein beginnen kann und trotzdem etwas bewirken kann. "Wer will kann wollen".
Dienstag, 22. Mai 2007
BILDUNG FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
Ich finde es wichtig, dass wir als Lehrpersonen verschiedene Unterrichtsideen haben, welche wir mit den Kindern zum Thema nachhaltige Zukunft durchführen können. Der Text gab mir viele verschiedene Ideen dafür. Es wird im Text erwähnt, dass in allen Fächern so ziemlich alle Themenfelder der Agenda 21 aufgegriffen werden können. Eine Idee wäre beispielsweise, dass man eine Projektwoche zu einem bestimmten Thema durchführt. Eine weitere Idee, welche mir sehr gut gefällt, ist, dass man mit der Öffentlichkeit etwas bearbeitet. Im Text wird das Beispiel erwähnt, dass die Kaufhäuser in den Innenstädten bereit sind, ihre zahlreichen Grossschaufenster zur Verfügung zur stellen.
Ich finde es sinnvoll, wenn wir das Thema nachhaltige Zukunft bereits mit den Kindern thematisieren. Somit setzen sich die Kinder schon sehr früh mit diesem Thema auseinander. Jeder und jede von uns kann etwas dazu beitragen. Wir können den Kindern in der Schule lernen, was sie beispielsweise zu Hause auch dazu beitragen können. Jeder Mensch, jede Familie, jede Organisation, jedes Unternehmen und jede Regierung spielt eine entscheidende Rolle bei diesem Thema. Wir dürfen nicht nur immer davon reden, wir müssen handeln.
Agenda 21
In der Schule wird sehr viel Sachinhalt vermittelt, was wichtig ist, um sich in der Welt zurechtzufinden. Mir ist aber ebenso wichtig, neben dem Sachinhalt auch Werte zu vermitteln. Es ist nicht selbstverständlich, dass einem Kind von zu Hause aus ein positiver Umgang miteinander vermittelt wird.
Mir ist wichtig für die eigene Klasse, dass die Kinder einander nicht auslachen, dass alle so akzeptiert werden, wie sie sind, dass man fair zu einander ist, einander zuhört,... viele verschiedene Aspekte, die den Umgang miteinander prägen.
Ich denke, dass die Vermittlung solcher Werte im Klassenzimmer auch später Einfluss haben.
"Auch der Weg von 100'000 Meilen beginnt mit einem ersten Schritt."
Der Bereich "Nachhaltige Zukunft" scheint so riesig, dass man das Gefühl hat, kaum etwas beeinflussen zu können. Deshalb tut es gut zu wissen, dass auch ein langer Weg mit einem kleinen Schritt beginnt. Ich muss nicht alles auf ein Mal verändern wollen.
"Humor und Heiterkeit sind gerade im Blick auf sehr ernste Fragen ausgesprochen wichtig."

Montag, 21. Mai 2007
Agenda 21 und Schule
Das Lesen dieses Artikels hat mir viele neue Ideen geliefert, die ich gerne einmal mit meinen Schülerinnen und Schüler umsetzen möchte. Da ich jedoch mit einer 1. Klasse starten werde, erscheint es mir noch schwierig, solche komplexen Themen mit ihnen zu behandeln, vor allem auch, weil sie am Anfang (grösstenteils) noch nicht (gut) lesen können.
Was ich mir jedoch vorstellen kann, sind kleinere Projekte, zum Beispiel zum Thema Abfall, denn schon 6-Jährige können lernen, dass Abfall beispielsweise in den dafür vorgesehenen Entsorgungseimer gehört.
Auch wäre eine Projektwoche zum Thema Kinderrechte bestimmt spannend.
In einem Praktikum nahm ich mit der Klasse an einem WWF-Sponsorenn-Lauf teil. Die Kinder haben Sponsoren gesucht, die ihnen dann pro gelaufene Runde einen bestimmten Betrag für Wolf und Luchs spendeten. Es hat mich gefreut, dass nach einigem Zögern schlussendlich auch die drei Kinder mitliefen, die anfangs nicht mitmachen wollten. Was mich erstaunt hat war, dass eine 2. Klässlerin über 10 Kilometer gelaufen ist. So erfahren die Kinder, dass sie etwas beisteuern können.
Verschiedene Völker, Länder und ihre Sitten ist ein weiteres geeignetes Thema, um Interkulturaltität zu fördern. Vielleicht könnten auch die Eltern von Kindern mit Migrationshintergrund zum Mitmachen bewogen werden.
Was mit 1. Klässlern auch gut umsetzbar wäre, ist das Beispiel mit der Müllsäule.
Im Schulhaus sehe ich des Weiteren die Möglichkeit, nachhaltiger zu handeln, indem bewusst überlegt wird, ob diese Kopie jetzt nun wirklich nötig ist und Blätter beidseitig bedruckt werden und auf Umweltschutzpapier. So können die Wälder eher erhalten bleiben.
Wen macht Schokolade (un-)glücklich?

Gründe für die Wahl des Plakates
- Interesse der Kinder
- Originalbegegnung möglich
- Eigenes Interesse
- Ansprechendes Plakat
- Vielseitigkeit des Themas --> Vernetzung
- Podiumsgespräch
- Diskussionen
Welche Teilkompetenzen werden angestrebt?
Die Schülerinnen und Schüler können eigene und fremde Visionen, aber auch gegenwärtige Entwicklungstrends, im Hinblick auf eine Nachhaltige Entwicklung beurteilen
- b2 -->Vor- und Nachteile diskutieren
- b3 -->Kriterien diskutieren und vernetzen
- b5 -->Akteurspezifische Interessen erkennen
- c2 -->Verschiedene Fachgebiete und Perspektiven von verschiedenen Akteuren
- c5 -->Perspektiven zu anderen in Beziehung setzen
- g1-g6 --> argumentieren, Meinungen akzeptieren, sich in andere hineinversetzen
- Handlungs- und Reflexionsorientierung--> Podiumsgespräch, Gruppenarbeit, allgm. Diskussionen
- Entdeckendes Lernen--> Schokoladenfabrik besuchen
- Vernetztes Lernen--> Podiumsdiskussion
- Zugänglichkeit--> Schokolade degustieren, Schokoladenfabrik besuchen, Video
- Partizipationsorientierung --> Podiumsgespräch, Gruppenarbeiten
- Verbindung von sozialem, selbstbezogenem und methodenorientiertem mit sachbezogenem Lernen
- f6 --> Visionen beurteilen, Realisationsmöglichkeiten suchen: Konkretisierung siehe unten
- e2 --> Verschiedene Lebensmittel überprüfen --> Verpackungen, Internet-Recherche
- e6 --> Informationen strukturieren --> eigener AO zum Thema Schokolade konstruieren
Umsetzungsmöglichkeit eines didaktischen Prinzips
Visionsorientierung:
- Was wäre wenn...-Überlegungen entwickeln und diskutieren
- Visionen entwicklen --> Handlungsschritte dazu überlegen
- eigene Visionen zusammentragen --> über Wichtigkeit diskutieren, Rangliste erstellen
- Klassenziel setzen --> "Vision" umsetzen
- "Ideal-Schokolade" entwickeln --> alle negativen Auswirkungen, welche die Herstellung und der Handel von Schokolade ergeben beheben --> wie würde diese Schokolade prozuziert und verkauft werden?
- Visionen auf andere Lebensmittel übertragen
Freitag, 18. Mai 2007
Meine Motivation nachhaltig zu handeln
Für mich ist der Erhalt der Natur ein wichtiger Grund nachhaltig zu handeln. Es gibt so viele schöne Plätze auf der Welt, die ich unbedingt einmal oder wieder einmal besuchen möchte. Ich halte mich gerne draussen auf und geniesse das dann auch. Es wäre schade, wenn wir die Natur durch unser Verhalten zerstören würden. Leider ist es nicht immer einfach nachhaltig zu handeln: Wer fliegt nicht gerne in die Ferien, um die Natur an einem anderen Fleck der Erde zu geniessen (z.B. das Meer und die darin wachsenden Korallen)? Ich schon und ich freue mich immer riesig auf meine Ferien. Dabei überlege ich mir nicht, dass ich mit dem Flug die Umwelt sehr belaste. Trotzdem wäre es sehr schade, wenn unsere Nachfahren die Natur nicht mehr so geniessen könnten, wie wir es tun. Nachhaltig zu handeln heisst oft, sich selber einzuschränken und die eigenen Wünsche zurück zu halten. Leider sind wir - ich nicht ausgeschlossen - dazu oft nicht bereit.
Relevanz für unsere Thema: Gerade dadurch, dass wir uns zu wenige Gedanken machen, welche Auswirkungen unser Handeln haben kann, können auch Naturkatastrophen ausgelöst werden: Überschwemmungen, Tsunami, …