Montag, 21. Mai 2007

Agenda 21 und Schule

Dieser Artikel gibt viele Tipps, wie Agenda 21 im Schulzimmer (oder auch ausserhalb) mit den Kindern umgesetzt werden kann. Jedoch ist mir aufgefallen, dass vor allem für die Mittelstufe viele Beispiele genannt werden. So ist es schwieriger, auf der Unterstufe Lebenswelten zu vergleichen, Nahrungsverteilung, Krieg zu thematisieren oder über Süsswasserressourcen zu sprechen, um nur einige Beispiele zu nennen.
Das Lesen dieses Artikels hat mir viele neue Ideen geliefert, die ich gerne einmal mit meinen Schülerinnen und Schüler umsetzen möchte. Da ich jedoch mit einer 1. Klasse starten werde, erscheint es mir noch schwierig, solche komplexen Themen mit ihnen zu behandeln, vor allem auch, weil sie am Anfang (grösstenteils) noch nicht (gut) lesen können.
Was ich mir jedoch vorstellen kann, sind kleinere Projekte, zum Beispiel zum Thema Abfall, denn schon 6-Jährige können lernen, dass Abfall beispielsweise in den dafür vorgesehenen Entsorgungseimer gehört.
Auch wäre eine Projektwoche zum Thema Kinderrechte bestimmt spannend.
In einem Praktikum nahm ich mit der Klasse an einem WWF-Sponsorenn-Lauf teil. Die Kinder haben Sponsoren gesucht, die ihnen dann pro gelaufene Runde einen bestimmten Betrag für Wolf und Luchs spendeten. Es hat mich gefreut, dass nach einigem Zögern schlussendlich auch die drei Kinder mitliefen, die anfangs nicht mitmachen wollten. Was mich erstaunt hat war, dass eine 2. Klässlerin über 10 Kilometer gelaufen ist. So erfahren die Kinder, dass sie etwas beisteuern können.
Verschiedene Völker, Länder und ihre Sitten ist ein weiteres geeignetes Thema, um Interkulturaltität zu fördern. Vielleicht könnten auch die Eltern von Kindern mit Migrationshintergrund zum Mitmachen bewogen werden.
Was mit 1. Klässlern auch gut umsetzbar wäre, ist das Beispiel mit der Müllsäule.
Im Schulhaus sehe ich des Weiteren die Möglichkeit, nachhaltiger zu handeln, indem bewusst überlegt wird, ob diese Kopie jetzt nun wirklich nötig ist und Blätter beidseitig bedruckt werden und auf Umweltschutzpapier. So können die Wälder eher erhalten bleiben.

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