
Gestern Nachmittag habe ich einen Schokoladenkuchen gebacken. Da kam mir in den Sinn, dass wir diese Woche auf Vernetzungen in unserem Leben achten sollten. Da für einen Schokoladenkuchen die Schokolade nicht wegzudenken ist, habe ich mich damit beschäftigt, was es alles braucht, bis ich die Schokolade für meinen Kuchen verwenden kann.
Kakaobäume wachsen heute zum größten Teil in Afrika und nicht mehr in den Ursprungsländern in Mittelamerika. Kakaobauern ernten die Früchte des Baumes und lösen die Samen von der Fruchtschale. Dann werden die Samen fermentiert. Hierbei entstehen wichtige Geschmacksstoffe. Nebenbei wird auch die Keimfähigkeit der Samen zerstört. Anschliessend werden die Bohnen getrocknet, um die Haltbarkeit zu erhöhen und den Geschmack weiter zu entwickeln. Da Kakaobohnen nicht in den Anbauländern, sondern in Europa und Nordamerika verarbeitet werden, müssen die Bohnen in Säcken zu uns transportiert werden. In der Schokoladenfabrik angekommen werden die Bohnen gereinigt und zu Schokolade verarbeitet.
Somit arbeiten viele Leute daran, bis ich die Schokolade für meinen Kuchen verwenden kann: Die Kakaobauern, oft Zwischenhändler, Menschen, die für den Transport zuständig sind, Arbeiter der Schokoladenfabrik und zu guter letzt Mitarbeiter der Verkaufsstellen.
Zu beachten für eine nachhaltige Zukunft sind folgende Punkte:
· Oft werden große Mengen Pflanzenschutzmittel auf den Kakaoplantagen verwendet.
· Arbeitsbedingungen auf den Plantagen sind miserabel und die Bauern arbeiten für einen Hungerlohn. Kinderarbeit ist auf den Plantagen an der Tagesordnung.
· Und speziell zu unserem Thema Naturkatastrophen: Für den Transport der Bohnen und die Herstellung des Produktes wird viel Energie gebraucht - womit ich wieder bei der Klimaerwärmung angelangt wäre.
Man kann diesen Punkten entgegenwirken, wenn man Schokolade kauft, die fair gehandelt und biologisch angebaut wurden. Nur wer denkt an so vieles, wenn er eine Tafel Schokolade kauft? Ich leider zu wenig oft!
Quellen: http://www.literaturtipp.com/deutschland/archiv/SchwerpunktthemaSchokolade.html
http://www.theobroma-cacao.de/index.php
3 Kommentare:
Auch ich gehöre zu den Menschen die gerne Schokolode essen. Es gibt zwar Max Havelaar Schokolade, doch diese gibt es nur in Tafelform. Was zwischendurch zum Naschen gut ist. Aber ich würde diese etwas teuerer Schokolade nicht verwenden, um einen Schokoladenkuchen zu backen.
Und wenn ich jemandem Schokolade schenken möchte, dann schenke ich diesem keine Tafelschokolade, sondern Pralinen, die oft nicht nachhaltig produziert wurden.
Ich gehöre ebenfalls zu den Menschen, die sehr gerne Schokolade essen :-). Aber leider gehöre ich auch zu denen, die beim Einkaufen einer Tafel Schokolade nicht an die Herstellung und Produktion von Kakaobohnen denkt. Erst nach dem Themenblock Max Havelar ist mir richtig bewusst geworden, wer für diese Arbeit und vor allem unter was für Bedingungen sie arbeiten. Man sollte wirklich mehr darauf achten.
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