Dienstag, 8. Mai 2007

Vernetzung

Zum Thema Vernetzungen habe ich mir überlegt, wer alles mitarbeitet und was es alles braucht, damit ich zum Frühstück ein Glas Orangensaft geniessen kann.
Zuerst müssen irgendwo, zum Beispiel in Brasilien, Orangen angepflanzt werden. Dann müssen die Pflanzen gepflegt werden, zum Beispiel getränkt oder mit Pestiziden behandelt werden (Pestizide wären dann wieder ein Link zu unserem Thema Naturkatastrophen, da Pestizide die Umwelt verschmutzen und in den natürlichen Lauf der Natur eingreifen).
Wenn die Orangen reif genug sind, müssen sie von Pflückern gepflückt und abtransportiert werden. Danach werden sie gepresst und je nach dem in Konzentrat umgewandelt, weitertransportiert, wieder mit Wasser vermischt und schlussendlich in die Verkaufspackung abgefüllt werden. Danach müssen die Orangensaftpackungen in die Läden transportiert werden, wo sie dann gekauft und nach Hause getragen werden können.
Es ist erstaunlich, wie viele Leute an diesem Prozess beteiligt sind, Pflücker, Gross- und Detailhändler, Verkaufspersonal, Pilot….
Es ist verwunderlich, dass ein Liter Orangensaft so preisgünstig von uns gekauft werden kann, wenn so viele Leute am Entstehungsprozess beteiligt sind und der Orangensaft in verschiedensten Formen einen so weiten Weg zurücklegen musste, bis er im Gestell der Migros, Coop…gelandet ist.
Als Link von diesem Beispiel zu unserem Thema sehe ich die eingesetzten Pestizide, der Verbrauch von Wasser, der Ausstoss von Schadstoffen der Transportmittel (Schiff, Flugzeug, Lastwagen…), die die Umwelt belasten, was dann zu Naturkatastrophen führen kann.

4 Kommentare:

starsky hat gesagt…

Ich habe mir noch nie überlegt, was mein Orangensaft schon alles erlebt hat, bis ich ihn am Morgen schnell trinke. Wenn wir eine Reiseroute für all unsere Lebensmittel machen würden, die wir täglich konsumieren, wäre es sicher sehr spannend zu sehen, wie viele Kilometer sie zurückgelegt haben... Naja, vielleicht ist es besser, dass wir es nicht wissen, wegen unserem schlechten Gewissen...
Selina Weber LGA04

Chic hat gesagt…

Als ich deinen Beitrag gelesen habe, in dem du den Weg deines Orangensaftes verfolgt hast, habe ich mich an das letzte Wochenthema "Achtsamkeit" erinnert. Normalerweise essen und trinken wir ohne grössere Überlegungen, in erster Linie einfach aus dem Bedürfnis, das Hungergefühl zu stillen. Wie komplex aber die ganze Sache wird, wenn du nur einen winzigen Bestandteil unseres täglichen Konsums von Lebensmitteln einmal etwas achtsamer wahrnehmen. Zu deinen Überlegungen zum Preis eines Organgensaftes ist mir aufgefallen, dass wir nie die Perspektive, die du hier eingenommen hast, berücksichtigen. Stehen wir vor einem Regal mit Fruchtsäften, nehmen wir meistens den, der am kostengünstigsten ist, ohne auch nur einen Gedanken darüber zu verschwenden, was eigentlich hinter diesem simplen Produkt steckt.

Natalia Matsubayashi (04E)

sev hat gesagt…

Ich war auch an dem Seminar und habe somit die Geschichte des Orangensaftes auch gehört. Ich fand es wirklich auch sehr beeindruckend, was für ein weiter und langer Weg der Orangensaft zurücklegt. Kaum glauben konnte ich, dass man für einen Liter Orangensaft 22 Liter Wasser benötigt. Berücksichtigt man die aufwändige Herstellung des Orangesaftes, finde ich den Preis auch erstaunlich billig.

Séverine Zogg LG A

Sirin hat gesagt…

Man darf nicht immer alles als selbstverständlich annehmen, was einem gerade auf den Tisch kommt.
Es wäre auch sinnvoll, sich nicht über die teuren Preise der Produkte aufzuregen, sonder sich mal zu fragen, warum diese Produkte überhaupt so teuer sind.
Nachdem ich deinen Beitrag gelesen habe, sehe ich auch wirklich den langen Weg, den mein Orangensaft zurücklegen muss, bis ich ihn trinken kann.